ERSTMALIGE VERGABE DER ARP-FORSCHUNGSSTIPENDIEN

Sechs internationale Stipendiaten forschen 2015 in der Stiftung Arp e.V. zum Leben und Werk der Künstler
Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp  

Hans Arp (1886-1966) und Sophie Taeuber-Arp (1889-1943) gehören zu den eindruckvollsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie haben Strömungen wie Dada und Surrealismus geprägt, die Entwicklung der abstrakt-konkreten Kunst und der organischen Plastik maßgeblich vorangetrieben. Die Stiftung Arp e.V. betreut seit 1977 den größten Teil des künstlerischen Nachlasses beider Künstler. Sie hat eine der umfangreichsten Sammlungen ihrer Werke, verwaltet einen großen Teil des schriftlichen und fotografischen Nachlasses und besitzt eine umfangreiche Forschungsbibliothek.

Im Januar 2015 wurden erstmals die ARP-Forschungsstipendien vergeben. Die Stipendien richten sich sowohl an junge als auch etablierte Wissenschaftler und Kuratoren, die sich mit dem Werk von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp sowie ihrem künstlerischen und intellektuellem Umfeld beschäftigen. Die Ausschreibung findet jährlich statt und ist mit einem Gesamtbudget von bis zu 25.000 Euro dotiert. Die Auswahl der Stipendiaten wird von einer Fachkommission vorgenommen.

Die diesjährige Ausschreibung hat eine große internationale Resonanz hervorgerufen. Eingegangen sind Bewerbungen aus Frankreich, Großbritannien, Polen, USA, Zypern und Deutschland, die sich mit den unterschiedlichsten Facetten des künstlerischen Schaffens von Hans Arp auseinandersetzen. Die zahlreichen Anfragen zur Ausschreibung und die Qualität der Bewerbungen haben die Stiftung Arp e.V. in der Entscheidung bestätigt, die wissenschaftliche Forschung zu Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp auch in Zukunft aktiv zu fördern.

Aus der Vielzahl an Einsendungen wurden sechs Projekte für Archiv- und Bibliotheksstipendien von einem bis zu sechs Monaten ausgewählt. Die diesjährigen Stipendiaten nähern sich dem Werk und dem Wirken von Hans Arp dabei aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:

So geht der schottische Literatur- und Kulturwissenschaftler Eric Robertson (London) der Intermedialität im Werk von Arp anhand seines 1951 realisierten Buchprojektes „Dreams and Projects“ nach. Zudem nutzt Robertson seinen Forschungsaufenthalt in Berlin, seine Recherchen für sein neues Buch über Arp abzuschließen.

Auch Brandon Taylor (Southampton/Oxford) und die Kunsthistorikerin Stephanie Buhmann (New York) nutzen die umfassenden archivalischen Ressourcen der Stiftung Arp e.V. um der Rezeption von Hans Arp und Sophie Taeuber Arp in den USA nachzugehen. Während Taylor sich allgemein Arps Wahrnehmung in den 1940/50er Jahren widmet, möchte sich Buhmann in die Korrespondenz zwischen Hans Arp, Sophie Taeuber und Frederick Kiesler vertiefen und so dem intensiven künstlerischen und kunsttheoretischen Gedankenaustausch der drei nachgehen.

Die Forschungen der polnischen Kunsthistorikerin Marta Smolinska (Posen) und dem belgischen Bildhauer Martin Blank (Antwerpen), reichen von der Untersuchung der haptischen Wahrnehmung und der Rolle des Tastsinn im Werk von Arp, bis hin zu der Erforschung von dessen Gipsen im Hinblick auf deren Materialität, Entstehung und Verbreitung.

Auch das literarische Werk von Arp wird nicht außer Acht gelassen. Die französische Germanistin Agathe Mareuge (Paris) wird sich im Stipendienzeitraum der Vorbereitung einer kritischen Werkausgabe des literarischen Gesamtwerks von Hans Arp widmen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Maike Steinkamp, Kustodin der Stiftung Arp e.V.
Email: steinkamp@stiftungarp.de, Tel.: +49 30 6096 7426

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