VERGABE DER ARP-FORSCHUNGSSTIPENDIEN 2016

Im Januar 2016 wurden zum zweiten Mail die ARP-Forschungsstipendien vergeben.

Die Stipendien richten sich sowohl an junge als auch etablierte Wissenschaftler und Kuratoren, die sich mit dem Werk von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp sowie ihrem künstlerischen und intellektuellem Umfeld beschäftigen. Die Ausschreibung findet jährlich statt und ist mit einem Gesamtbudget von bis zu 25.000 Euro dotiert. Die Auswahl der Stipendiaten wird von einer Fachkommission vorgenommen.

Wie im letzten Jahr hat auch die diesjährige Ausschreibung eine internationale Resonanz hervorgerufen. Eingegangen sind Bewerbungen aus Brasilien, Deutschland, Frankreich, Russland, der Schweiz und den USA,
die sich mit unterschiedlichen Gesichtspunkten des künstlerischen Schaffens von Hans Arp und Sophie Taeuber auseinandersetzen.

Aus den Einsendungen wurden vier Projekte für Archiv- und Bibliotheksstipendien ausgewählt. Die diesjährigen Stipendiaten nähern sich dem Werk und dem Wirken von Hans Arp und Sophie Taeuber dabei aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:

Die amerikanische Kuratorin Catherine Craft (Dallas) nutzt ihren Stipendienaufenthalt in Berlin um ihre Recherchen für die 2018 am Nasher Sculpture Center in Dallas geplante Retrospektive „The Nature of Arp: Sculptures, Reliefs, Works on Paper“ abzuschließen und eine endgültige Werkauswahl zu treffen.

Der russische Musik- und Kunstwissenschaftler Denis Lometv (Moskau) will seinen Archivaufenthalt in Berlin nutzen, um der Beziehung von Hans Arp und den russischen Konstruktivisten auf den Grund zu gehen und sich dem russischen Künstlerroman „Notizen eines Dichters“ (1928) von Ilja Selvinskij zu widmen, dessen Cover das berühmte Fotoporträt Arps von von El Lissiztky ziert.

Der Brasilianische Kunstwissenschaftler Marcelo Mari (Brasilia) wird sich im Rahmen seine Stipendiums mit Sophie Taeuber-Arps starker Präsenz auf der dritten Biennale von São Paulo beschäftigen und davon ausgehend ihren Einfluss auf die Entwicklungen der konkreten Kunst in Brasilien in den 1950er und frühen 1960er Jahren untersuchen.

Die auf Zypern lehrende Kunsthistorikerin Theopisti Stylianou-Lambert wird sich mit den biografischen Fotografien aus dem Leben von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp beschäftigen, von denen die Stiftung Arp e.V. einen Bestand von über 300 Aufnahmen besitzt. Sie untersucht inwiefern sich die Bedeutung und Rezeption der Alltagsfotografie von Künstlern im Laufe der Zeit ändert.

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