BIOGRAFIE


1930–1943


 

Sophie Taeuber-Arp knüpft in Paris Kontakte zur Künstlergruppe Cercle et Carré und nimmt an deren Ausstellungen teil. 1931 tritt sie der Vereinigung Abstraction-Création bei. Für die Künstlerfreunde Theodor und Woty Werner richtet sie deren Pariser Wohnung ein. 1932 tritt sie aus dem Schweizerischen Werkbund aus. Auf Vermittlung von Jan Brzekowski besucht Sophie Taeuber-Arp das Museum Sztuki in Lodz und es kommt zu einem kreativen Austausch zwischen der polnischen Avantgardegruppe a.r. und der Pariser Vereinigung Abstraction-Création. Sophie Taeuber-Arp ist in mehreren Gruppenausstellungen vertreten, beispielsweise Artistes Suisses in der Galerie Vavin und in der Berner Kunsthalle mit Hans Arp, Kurt Seligmann, Hans Schiess und anderen. 1935 gestaltet sie das Layout für Anatole Jakovskis Buch Hans Erni, Hans Schiess, Kurt Seligmann, S. H. Taeuber-Arp, Gerard Vulliamy. Theodor und Woty Werner vermitteln ihr den Auftrag zur Inneneinrichtung der Berliner Wohnung des Bauhausprofessors Ludwig Hilberseimer. Sie ist in der Ausstellung These, Antithese, Synthese im Kunstmuseum Luzern vertreten und 1936 im Kunsthaus Zürich in der Ausstellung Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik. Zudem nimmt sie an der Konstruktivisten-Ausstellung in der Kunsthalle Basel teil. Gemeinsam mit César Domela, A. E. Gallatin und L. K. Morris gründet Sophie Taeuber-Arp 1937 die internationale Kunstzeitschrift plastique. Im selben Jahr tritt sie der Schweizer Künstlergruppe Allianz bei. 1938 stellt sie in Paris bei der Exposition internationale du Surréalisme und in London in der Exposition of Contemporary Sculpture aus. Sie illustriert den Gedichtband Muscheln und Schirme von Hans Arp. 1941 flieht das Ehepaar Arp vor deutschen Truppen nach Grasse zu Alberto und Susi Magnelli. Dort entstehen in gemeinschaftlicher Arbeit mit Arp, Sonia Delaunay und Magnelli Zeichnungen, die 1950 in einer Auswahl veröffentlicht werden. Im Juni 1941 reisen sie erstmals seit Kriegsbeginn zur Familie von Sophie Taeuber-Arp in die Schweiz. Im November 1942 erhalten sie erneut diese Möglichkeit. Sophie Taeuber-Arp stirbt am 13. Januar 1943 an einer Kohlenmonoxidvergiftung in Zürich.